STEFFI SCHÖNE ZWEIMAL "ON THE ROAD"

Bis zum 18. März sind Arbeiten aus Schönes neuer Serie in einer Gruppenschau in der Stuttgarter Edith-Wahlandt-Galerie zu sehen (www.edith-wahlandt-galerie.de), bis zum 16. Juni in einer Einzelausstellung im Horber Rathaus: Gleich zweimal also ist die Künstlerin Steffi Schöne "on the road" (so hat sie ihre Serie betitelt) und fokussiert dabei ihren fotografischen Blick "auf die gewöhnlichen Dinge, Strukturen und Gesten des Alltags und das ihnen innewohnende Veränderungspotential", wie Dr. Heiderose Langer schreibt. Weiter erklärt die Geschäftsführerin der Erich Hauser Kunststiftung: "In den Motiven summieren und überlagern sich Bitumenlinien, Asphaltschichten, Pfützen und Schatten zu malerischen und grafischen Elementen." Die Ausstellung in Horb, die zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist, eröffnet OB Peter Rosenberger am Donnerstag, 26. Januar, um 19 Uhr. Die 


Josef Nadj ist neuer Vorsitzender

Die Mitglieder des Fördervereins Künstlerhaus haben am 19. Oktober Josef Nadj entschieden: Neuer Vorsitzender des Vereins ist der Bildhauer Josef Nadj (Bild). Damit steht erstmals ein Künstler an der Spitze – und außerdem ein kommunalpolitisch erfahrener Mann, denn Nadj ist seit 1999 Mitglied im Horber Gemeinderat, außerdem Ortsvorsteher im Stadtteil Dettingen. Zum Stellvertreter wurde bei den vorgezogenen Neuwahlen Michael Zerhusen bestimmt. Die Mitgliederversammlung beschloss damit einhellig, was die Vorstandschaft empfohlen hatte: die Rochade zwischen den beiden Vormännern im Verein. Zerhusen hatte erklärt, dass er sich nach zwölf Jahren an der Spitze des Fördervereins in die zweite Reihe zurückziehen wolle. Er wird als "Vize" aber weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit und den Internetauftritt des Vereins verantworten.
 

BOPPS "ARCHITEKTURLANDSCHAFTEN" IN WINNENDEN

Die Stadt Winnenden präsentiert im Foyer ihres Rathauses vom 24. Oktober bis 18. November aktuelle Arbeiten des Horber Malers Albrecht A. Bopp unter dem Titel "Architekturlandschaften". Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren wurde das neue Winnender Rathaus eröffnet, bis Anfang Oktober war dort eine Fotoausstellung zu
genau diesem Thema zu sehen. Da, erklärt Michael Zerhusen in seiner Einführung, "kommen doch die Bilder von Albrecht Bopp gerade recht". Auch Bopp beschäftige sich mit Bauwerken, greife aber einen Teilaspekt heraus: Er betrachte die technische und bauliche Umwelt und deren Verbindungen beziehungsweise Kontraste zur Natur. Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 7 bis 18 sowie freitags von 7 bis 13 Uhr zu sehen.


IM RATHAUS: "HORB AM ZUG"

Von naiver Malerei bis zur Klanginstallation, von Am Bahnsteig mit Martina Hehl Fotokunst bis zu Kleinplastiken reicht das Spektrum, das derzeit die Kunstschau „Weichenstellungen“ im Horber Rathaus zeigt. Anlass ist der Bahnanschluss für die Neckarstadt vor 150 Jahren. Agnes Maier, die städtische Kunstbeauftragte und Museumsleiterin, unterscheidet das breite Angebot zuerst einmal „nach dem Grad der Abstraktion“, inhaltlich wie formal: Die einen bilden ab, was es rund um das Thema zu sehen gibt („den Blick mal auf den Zug, mal aus dem Zug gerichtet“), so etwa Christine Speidel mit ihren Aquarellen, Temenuschka Zenger mit naiver Kunst oder auch Carola Dewor mit schemenhaften „Pendlern“. Andere stellen Teilaspekte in den Mittelpunkt (Frank Fierke mit seinem ironisch vergoldeten „Service“), wieder andere verweisen auf metaphorische Dimensionen (Ingeborg Müller: „Das Leben stellt die Weichen“). Vollends abstrakt arbeitet Ursel Bopp (Farbfelder aus Wolle, Seide, Glas und Kunststoff) ebenso wie Bildhauer OMI Riesterer („Würfel und Säule, zweiteilig“) oder die Maler Bernd Ruben Wetterau und Joachim Wörner. Die Arbeiten sind bis zum 17. Januar 2017 zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen


 


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STÄDTEBAUFÖRDERUNG FÜRS KÜNSTLERHAUS

Installationskünstler Christoph Mügge Tag der Städtebauförderung: Christoph Mügge (links) zeigt Gästen seine aktuellen Arbeiten. vermittelte jetzt Besuchern aus Horb im Künstlerhaus einen Eindruck von seinen aktuellen Schaffensprozess. Mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Michael Zerhusen, hatte er die Gäste zuvor durch die Räume geführt, in denen seit drei Jahren Kunstschaffende leben und arbeiten können. Anlass war der "Tag der Städtebauförderung". Von diesem staatlichen Programm hat auch das Horber Atelierhaus profitiert: In den Umbau des ehemaligen Malz- und Gärkellergebäudes – für insgesamt 900 000 Euro – sind auch Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm (415 000 Euro) geflossen. 


PODIUMSDISKUSSION: Kunst interessiert EBEN DOCH

Zum Jubiläum: Podiumsdiskussion mit (von links) Bürgermeister Jan Zeitler, Kunsthistoriker Dr. Christoph Schneider, Moderator Michael Zerhusen, Professor Dr. Ludger Hünnekens und Bildhauer Josef Nadj.   Foto: Peter MorlokDer Schwarzwälder Bote entdeckte zwar die „üblichen Verdächtigen“ im Publikum und mutmaßte insofern, dass der Veranstaltungstitel „Kunst interessiert keine Sau“ zutreffend sein könnte. Tatsächlich aber zeigten sich die mehr als 30 Zuhörer/innen höchst interessiert, was Prof. Dr. Ludger Hünnekens aus Darmstadt, Dr. Christoph Schneider aus Freiburg, Horbs Bürgermeister Jan Zeitler und Bildhauer Josef Nadj zum Thema zu sagen hatten. Titelgeberin Dr. Sandra Danicke hatte wegen eines Unfalls kurzfristig absagen müssen, aber „Ersatzmann“ Schneider, Kunsthistoriker und Mitherausgeber des Kunstmagazins artline> (außerdem in der Jury des Horber Medienkunstpreises), äußerte sich nicht weniger kompetent. Gleiches galt für Zeitler und Nadj, die ebenfalls in die Bresche gesprungen waren, weil die angekündigten Podiums-Teilnehmer ausgefallen waren.  mehr >


Besuch aus Stuttgarter Ministerium

Bei einem zweistündigen Besuch"Kultur-Gipfel" mit (von links) Fördervereinschef Michael Zerhusen, Ministerialrätin Jutta Ulmer-Straub, Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Kunstreferentin Olivia Franke, Vereinsvize Josef Nadj und den drei Kunstschaffenden Elisabeth Kaiser, Christoph Mügge und Monika Golla.    Bild: Kinsler im Horber Künstlerhaus versicherte Ministerialrätin Jutta Ulmer-Straub, dass sie diese Bürger-Initiative „mit großem Wohlwollen“ betrachte und im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen werde, sie zu unterstützen. Die Leiterin des Referats Museen und Bildende Kunst im Stuttgarter Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zeigte sich, gemeinsam mit Referentin Olivia Franke, „sehr beeindruckt“ vom Horber Künstlerhaus, von der ehrenamtlichen Arbeit des Fördervereins und von den vielfältigen Aktivitäten der Kunstschaffenden, die derzeit dort wohnen. Bei einem Rundgang, an dem auch Oberbürgermeister Peter Rosenberger teilnahm, informierte sie sich über die Entstehung des Projekts und den aktuellen Stand. Fördervereinsvorsitzender Michael Zerhusen wies darauf hin, dass mit Ausstellungen und einzelnen Events, dem Künstlertreff „Rotes Sofa“ und dem Medienkunstpreis „genau das erreicht worden ist, was wir uns erhofft haben: dass die Künstlerhausbewohner dem Horber Kulturleben zusätzliche Impulse geben“. Ulmer-Straub und Franke erklärten, dass sie die Arbeit des Fördervereins und der Künstlerhausbewohner gerne unterstützen möchten.