HORB, LEXINGTON, PAPHOS

In der SWR-Fernsehsendung "Landesschau aktuell Baden-Württemberg" ging es um einen „Kunststreit in Horb", den der Künstler mit seiner Installation "Im Bann des Löwen” am Rand vom Horber Marktplatz ausgelöst hatte. Alltagsmaterialien und Abfalltonnen hatte er zu einem neuen visuellen Erlebnis verbunden. Auch mit Bildern und Zeichnungen in Böblingen sowie mit Objekten im niederländischen Enschede und im US-amerikanischen Lexington hatte er sich imit dem Thema Kulturmüll befasst.

Er war während seines dreijährigen Aufenthalts am Neckar immer auch andernorts engagiert: „Ich sehe es als großen Vorteil“, sagt Mügge, „dass es im Horber Künstlerhaus keine Anwesenheitspflicht gibt und ich meine überregionale und internationale Ausstellungstätigkeit weiter verfolgen kann.“ Etwa im Heinrich Böll Cottage in Dugort Achill (Irland), das seit dem Jahr 1992 als Arbeits- und Wohnort für Autoren und Bildende Künstler dient. Dort war Christoph Mügge im Spätherbst 2016 zu Gast. Weitere Stipendien erwarteten ihn im finnischen Sulva und in Paphos auf Zypern.

Aber auch in heimischen Gefilden, zwischen Gelsenkirchen und Böblingen, ist der Künstler vertreten. Galeristin Tanja Gerken („Ich bin im Schwarzwald aufgewachsen, unweit von Freiburg“) präsentierte ihn im Frühjahr 2015 zusammen mit dem Maler Nikita Schmitz in ihrem Berliner Showroom in der Linienstraße. Dort sind auf 240 Quadratmetern Ausstellungsfläche viele renommierte Künstler vertreten, darunter der Sulzer Maler Norbert Stockhus und der Karlsruher Bildhauer Werner Pokorny. 
Mügge hatte bei Gerken, noch in der Auguststraße, bereits zwei Ausstellungen (2009 und 2010). Gerken: „Christoph Mügges Doppelstudium der Malerei und Bildhauerei vermittelte ihm eine Sensibilität für räumliche und farbliche Konzeptionen. Sein Interesse an Materialien und deren Einsetzbarkeit als Vermittler von künstlerischen Ideen verlässt gewohnte Trampelpfade.“

Noch bevor er von Horb aus nach Enschede "emigrierte", stellte Mügge 2015 unter anderem beim Bochumer Kulturrat aus (unter dem Titel: "malaria - zeitnot - hauerei - insalivation") und anschließend in Gelsenkirchen. Die Kunstzeitschrift atelier hat dem Bildhauer ein Titelfoto gewidmet (es zeigte eine Mügge-Installation in Dänemark), und auch das neue Kunstsammler-Magazin kunnst (tatsächlich mit zwei "n"), das ebenfalls im Kölner Atelier-Verlag erscheint, würdigte ihn mit einem sechsseitigen Künstlerporträt (Überschrift: "Perfekt bis ins kleinste Detail"). Da heißt es unter anderem: "Das perfekte Zusammenspiel von unterschiedlichsten Materialien, Formen und Größen in seinen Installationen lässt erkennen, welches künstlerische Potenzial in ihm steckt. Man kann gespannt sein, was er uns noch präsentieren wird."  

Mügges Homepage: www.christophmuegge.com

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